Inhalt des Kapitels

Was Metadaten für Entwickler bedeuten

Das Prinzip „Power of Now“: Echtzeit-Daten in Workday

Die Workday-Architektur unter der Lupe

Workday ist eine Architektur, die aus Services bestehst

UI-Services als menschliches Verbindungselement

Transaktionsservices – Geschäftslogik in Echtzeit

Persistenzservices halten den Informationsfluss aufrecht

Workday: Daten in aktionsfähige Erkenntnisse transformieren

Die intelligente Datenbasis in Workday

Operations mit DevOps und agilen Methoden

Tools und Prozesse für das Kunden-Deployment

Tools für mehr Produktivität in Workday

Public und Private Cloud-Architektur

KAPITEL 2

Die Architektur der Workday-Plattform

Bei Workday stand der Mensch schon immer im Zentrum der Unternehmensphilosophie. Wir haben unsere Architektur von Grund auf flexibel konzipiert, damit sie technologische Entwicklungen mühelos integrieren und geschäftliche Veränderungen ohne zusätzliche Kosten und Risiken unterstützen kann. Wir entwickeln kontinuierlich innovative neue Funktionen, auf die sich unsere Kunden verlassen können, während zugleich das besondere Workday-Erlebnis beibehalten wird, das sie erwarten.

Um diese Architektur so zu entwickeln, mussten wir die einzelnen Schichten voneinander isolieren, sodass eine Änderung in einer Schicht keine Anpassung in einer anderen erfordert. Lassen Sie uns näher betrachten, was das konkret bedeutet.

Zur Vereinfachung der Entwicklung haben wir eine Metadaten-Abstraktionsschicht geschaffen – eine Sprache, die wir XpressO nennen. Das heißt, wir definieren die Funktionalität unserer Anwendungen (Formulare, Pflichtfelder, Workflow-Schritte und so weiter) nicht als Programmiercode, sondern in Form von Metadaten, die in unserer Datenbank gespeichert sind. Dadurch müssen sich Anwendungsentwickler nicht um Details wie Persistenz, Transaktionen, Skalierbarkeit und Public Cloud-Standorte kümmern und können sich stattdessen auf die funktionalen Aspekte der Anwendungen und der Benutzeroberfläche konzentrieren.

KAPITEL 2

Die Architektur der Workday-Plattform

Bei Workday stand der Mensch schon immer im Zentrum der Unternehmensphilosophie. Wir haben unsere Architektur von Grund auf flexibel konzipiert, damit sie technologische Entwicklungen mühelos integrieren und geschäftliche Veränderungen ohne zusätzliche Kosten und Risiken unterstützen kann. Wir entwickeln kontinuierlich innovative neue Funktionen, auf die sich unsere Kunden verlassen können, während zugleich das besondere Workday-Erlebnis beibehalten wird, das sie erwarten.

Um diese Architektur so zu entwickeln, mussten wir die einzelnen Schichten voneinander isolieren, sodass eine Änderung in einer Schicht keine Anpassung in einer anderen erfordert. Lassen Sie uns näher betrachten, was das konkret bedeutet.

Zur Vereinfachung der Entwicklung haben wir eine Metadaten-Abstraktionsschicht geschaffen – eine Sprache, die wir XpressO nennen. Das heißt, wir definieren die Funktionalität unserer Anwendungen (Formulare, Pflichtfelder, Workflow-Schritte und so weiter) nicht als Programmiercode, sondern in Form von Metadaten, die in unserer Datenbank gespeichert sind. Dadurch müssen sich Anwendungsentwickler nicht um Details wie Persistenz, Transaktionen, Skalierbarkeit und Public Cloud-Standorte kümmern und können sich stattdessen auf die funktionalen Aspekte der Anwendungen und der Benutzeroberfläche konzentrieren.

Was Metadaten für Entwickler bedeuten

Im Metadaten-Objektmodell werden Struktur und Verhalten der Workday-Anwendungen beschrieben – und hier kommt XpressO ins Spiel. In einer Workday-Anwendung gibt es keine codebasierte Verfahrenslogik. Stattdessen definieren Workday-Entwickler die Struktur einer Anwendung, indem sie Java-Klassen für die wichtigsten Geschäftsobjekte in der Anwendung festlegen. Klassen können in Beziehung zu anderen Methoden, Klassen und Attributen stehen. Methoden bestimmen das Verhalten der Anwendung, während deklarative Beziehungen die Geschäftslogik definieren, ohne dass ein Verfahrenscode geschrieben werden muss.

Abb. 2-1 Der Mensch steht im Mittelpunkt der HR-Anwendungen von Workday.

Alle Bestandteile des Objektmodells (Klassen, Beziehungen, Attribute und Methoden) werden über eine formularbasierte Schnittstelle erzeugt. Die daraus resultierende Anwendung ist eine Sammlung von Metadatendefinitionen für jeden Bestandteil des Anwendungsobjektmodells. Diese Definitionen werden als Sammlungen einfacher Java-Objekte in der Java Virtual Machine (JVM) gespeichert, die als Runtime-Umgebung für alle Workday-Anwendungen fungiert. Während die Java Runtime Environment (JRE) für das Funktionieren von Workday unerlässlich ist, werden die Metadaten-Definitionen von der Plattform der Workday-Anwendungen interpretiert. Dies sind die einzigartigen Aspekte der Workday-Architektur, die über die Standard-JRE hinausgehen.

Verschiedene Services in der Workday-Architektur und -Technologieplattform übernehmen gemeinsam die Interpretation der Anwendungsmetadaten, die XpressO bei der Verarbeitung von Anwendungstransaktionen und manuellen oder automatischen Anforderungen erzeugt. Da die Definitionen der Anwendungen eindeutig von den Details der Deployment-Plattform getrennt sind, können neue Anwendungen schnell in Betrieb genommen werden. Dies geschieht, ohne die bestehende Geschäftslogik des Kunden zu stören. Wir haben das Potenzial der Workday-Architektur von Anfang an unter Beweis gestellt, indem wir kontinuierlich neue Anwendungen bereitgestellt und gleichzeitig bestehende Anwendungen optimiert haben, ohne die geschäftlichen Abläufe des Kunden zu beeinträchtigen.

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Abb. 2-2 Die Entstehungsgeschichte der Workday-Architektur

Workday begann als monolithische Architektur mit einigen wenigen Services zur Verarbeitung von Anfragen und Transaktionen über die Bedienoberfläche (UI). Als die Nachfrage nach unseren Services zunahm, mussten wir die zugrunde liegende Architektur weiterentwickeln, um weiterhin die Kundenerfordernisse in Bezug auf Performance und Skalierbarkeit zu erfüllen. Da wir die Technologieplattform von den Anwendungen abstrahiert hatten, konnten wir einzelne Services überarbeiten und neue skalierbare Technologien einführen, während die bestehenden Kundeninstanzen reibungslos weiterliefen.

So konnten wir beispielsweise die Services für die jeweilige Anforderungsart optimieren, indem wir unseren Transaktionsservice in einen Lese- und einen Update-Service aufgeteilt haben. Dadurch konnten wir den Übergang vom monolithischen Design zu einem servicebasierten Design vollziehen, bei dem zusätzliche Services zur Nutzungsoptimierung eingeführt wurden. Mit steigender Nachfrage haben wir die Architektur dahingehend weiterentwickelt, dass sie auf vielen weitgehend entkoppelten Microservices basiert, die derzeit unsere Landschaft prägen. Die Workday-Architektur überzeugt nicht nur in der Theorie, sondern hat sich auch in zahlreichen Deployments und Iterationen bewährt.

Das „Power of Now“-Prinzip: Echtzeit-Daten in Workday

Ein weiteres Grundprinzip der Architektur von Workday ist der Umgang mit Transaktions- und Analysedaten. Bei traditionellen ERP-Lösungen werden die Transaktionsdaten in einer relationalen Datenbank gespeichert. Wenn ein Anwender eine Analyse dieser Daten ausführen möchte, müssen diese zuerst aus der Datenbank extrahiert, in ein anderes System geladen und anschließend für die Analyse formatiert werden. Somit beruht jede Analyse auf veralteten Daten aus mehreren Datensätzen in verschiedenen Systemen. Unterdessen wird das Transaktionssystem weiterhin aktualisiert, was in der Kopie der Analysedaten jedoch nicht berücksichtigt wird.

Anders als bei herkömmlichen Unternehmensanwendungen finden Transaktionsverarbeitung, Analyse und Reporting bei Workday in Echtzeit und ohne Verzögerung statt. Hierzu lagern wir Anwendungsdaten und Anwendungen gemeinsam im selben Speicherbereich. Dies stellt den direkten Zugriff auf Echtzeit-Anwendungsdaten sicher, damit Transaktionen und Analysen mit denselben Daten am selben Ort ausgeführt werden können.

Workday analysiert Live-Transaktionsdaten, die Echtzeit-Einblicke ermöglichen. Mit seinem komplexen Netzwerk an Verknüpfungen bietet unser Objektmodell die Grundlage für mehrdimensionale Analysen und Datenpräsentationen. Die Berichte geben alle Änderungen umgehend wieder und sorgen dafür, dass Ihre Analyse jederzeit auf dem neuesten Stand ist. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie analysieren eine Gewinn- und Verlustrechnung, in der Einnahmen und Ausgaben aufgeführt sind. In Workday können Sie Umsatzsalden detailliert per Drilldown aufschlüsseln und sofort alle damit verbundenen Transaktionen sehen. Hierdurch werden mehrdimensionale Analysen in verschiedenen Kategorien möglich (wie Kunde, Produkt, Standort, Abteilung, Projekt und Kampagne) – was ein umfassendes Bild Ihrer Finanzdaten liefert.

Wir bei Workday sind davon überzeugt, dass ein kontinuierlich verbessertes In-Memory-Datenmanagement nicht länger ein Problem ist, das nur über die Datenbanken auf der Festplatte gelöst werden kann, indem die Daten über SQL an die Anwendungen übertragen werden. Stattdessen müssen unsere Anwendungen skalierbar werden. Unsere In-Memory-Datenservices sind entscheidend für ein hochgradig optimiertes Multilevel-Caching-Konzept zur Verwaltung von Anwendungsdaten.

Die Workday-Architektur unter der Lupe

Lassen Sie uns näher auf die Prinzipien der Workday-Architektur eingehen und herausfinden, warum sie so wichtig dafür sind, den Kunden eine effektive langfristige Lösung zu bieten. Wir beleuchten verschiedene zugrunde liegende Services, die die Kerntechnologie und die Anwendungen von Workday sowie die Erfahrungen unserer Kunden berücksichtigen.

Basisprinzipien der Workday-Architektur.

Die Workday-Architektur basiert auf Kernprinzipien, die als Richtlinien für unsere Entwicklung und langfristige Strategie dienen. Von Anfang an war es unser Ziel, die Limitierungen herkömmlicher Unternehmenssoftware zu überwinden, indem wir uns vom Internet der Verbraucher inspirieren ließen. Das bedeutet, dass wir die Benutzererfahrung, Flexibilität und Innovation zum Leitprinzip all unseres Handelns machen. Diese Grundsätze formen die Workday-Technologie bis zum heutigen Tag.

Sehen wir uns zu Beginn die fünf Grundprinzipien der Workday-Architektur an:

  1. Optimieren der Best Practices der Cloud-Entwicklung mit einer echten cloudbasierten Implementierung
  2. Produktentwicklung, die sich auf allen Ebenen kontinuierlich an Veränderungen anpassen lässt
  3. Transaktionen und Analysen greifen auf eine zentrale Datenquelle als Single Source of Truth zu
  4. Zugriffssteuerung auf alle Datenbestände durch eine standardisierte Sicherheitsstrategie
  5. Alle Workday-Kunden können mit derselben Produktversion arbeiten und von den Innovationen profitieren – niemand wird ausgelassen.

Sehen wir uns das „Wie“ der Workday-Architektur und der ineinandergreifenden Services genauer an.

Workday ist eine Architektur, die aus Services besteht.

Workday-Architektur: Der Stadtplan als Metapher.

Die visuelle Darstellung unserer hoch entwickelten Architektur, die sich permanent anpasst und für über 10.500 Kunden mitwächst, stellt eine besondere Herausforderung dar. Konventionelle Stack-Diagramme veranschaulichen dabei nicht wirklich effektiv, wie die verschiedenen Services zusammenwirken. Deshalb veranschaulichen wir die Workday-Architektur und ihre diversen Services bevorzugt mit einer bekannten Metapher: dem Stadtplan.

Im unten abgebildeten Stadtplan-Diagramm ist zu erkennen, wie die Gruppen aus zusammenhängenden Services in Workday interagieren und verbunden sind. Jeder farbige Bereich unten steht für einen bestimmten "Bezirk" – analog zu verschiedenen Stadtbezirken, z. B. Kulturviertel, Gastronomiemeile usw. Dieser „Stadtplan“ repräsentiert ein Portfolio aufeinander abgestimmter Technologieservices. Jeder Bezirk ist durch Wege miteinander verbunden, durch die der Datenverkehr zwischen den Services innerhalb des gesamten Systems fließt.

Architektur

Abb. 2-3 Stadtplan der Architektur

Fokussieren wir uns nun auf die zehn Hauptbezirke, die diese cloudbasierte Stadt ausmachen. Auf diesem Bild sind zwar nicht alle Services dargestellt, die der Workday-Architektur zugrunde liegen, jedoch die wichtigsten. Die ersten sieben Bezirke werden in diesem Kapitel erläutert. Die nächsten drei werden in den anschließenden Kapiteln behandelt.

1

UI-Services (Bedienoberflächen) bieten ein echtes Omnichannel-Erlebnis – im Web, auf Mobilgeräten, mit Conversational-UIs und Workday Everywhere.

2

Transaktionsservices – auch Object Management Services (OMS) genannt – sind eine Gruppe von Services, die die Geschäftslogik aller Workday-Anwendungen unterstützen.

3

Persistenzservices umfassen eine SQL-Datenbank für Geschäftsobjekte und eine NoSQL-Datenbank für Dokumente.

4

Analysen umfassen Reporting-und Analysefunktionen, die eng mit den OMS zusammenarbeiten und so direkt auf Workday-Geschäftsobjekte zugreifen.

5

Operations überwachen den Zustand und die Performance aller Workday-Services und sorgen für ein genaues Monitoring.

6

Unsere Deployment-Lösungen unterstützen neue Kunden bei ihrem Wechsel von Legacy-Systemen zu Workday und helfen Bestandskunden bei der Einführung weiterer Workday-Produkte.

7

Produktivitäts-Tools stellen spezielle oder alternative Methoden für die Arbeit mit Workday bereit – ob durch dialogbasierte Interaktionen, Spreadsheets oder Ordner zur strukturierten Dokumentenablage.

Die letzten drei Bezirke sind:

8

KI (als Teil von Workday Illuminate™) liefert eine solide Entwicklungs- und Deployment-Architektur und erweitert verschiedene KI-Funktionen innerhalb der Workday-Plattform. Dies wird in Kapitel 3 behandelt.

9

Integrationsservices ermöglichen es, in Workday gespeicherte Daten mit verschiedenen externen, von unseren Kunden genutzten Systemen zu synchronisieren. Wir behandeln dieses Thema in Kapitel 6.

10

Extend-Services umfassen App-Komponenten und Entwicklungs-Tools, mit denen der Kunde seine Workday-Anwendungen so erweitern kann, dass sie auf diversen Bereichen von Workday geöffnet werden können – z. B. auf der Startseite, auf Dashboards, in der Unternehmenssuche und in kontextbezogenen Aktionen. Diese Apps können Sie sowohl im Browser als auch auf mobilen Geräten nutzen. Dies wird auch in Kapitel 6 behandelt.

Als Nächstes führen wir Sie durch alle sieben Startbezirke, beginnend mit der „Eingangstür“ – den Workday UI-Services.

UI-Services als menschliches Verbindungselement

Die Bedienoberfläche von Workday gründet auf unserer strategischen Entscheidung, die Architektur aus der Anwendungsdefinition zu generieren. Auf diese Weise können Technologien der Bedienoberfläche weiterentwickelt werden, ohne dass sich dies auf die Workday-Anwendungen auswirkt. Im Ergebnis profitieren unsere Kunden schneller von den Innovationen, ohne dabei auf Anwendungsfunktionen verzichten zu müssen.

Entwickler von Workday-Anwendungen – wie auch Entwickler bei Kunden und Partnern von Workday Extend – müssen sich keine Sorgen über die Programmierung pixelgenauer Bildschirm-Layouts machen oder präzise festlegen, wo genau ein bestimmtes Feld auf einer Seite erscheinen soll. Stattdessen haben sie Zeit, sich auf die Funktionalität ihrer Anwendungen zu konzentrieren, z. B. auf die Definition der benötigten Felder in einer Transaktion und wie Felder gruppiert und sortiert werden. Es ist die Aufgabe der UI-Services von Workday, die Darstellung der Transaktion anhand dieser Informationen zu generieren (zu rendern).

Durch die Trennung zwischen Benutzeroberfläche und Anwendungsfunktionalität ergeben sich mehrere Vorteile für die Architektur:

  • Konsistenz: Workday-Anwendungen und Ökosystem-Programme, die mit Workday Extend entwickelt wurden – zusätzlich zu den Paketlösungen – sorgen für eine UX mit einheitlichem Look and Feel, wodurch die Lernkurve flacher wird und die Produktivität zunimmt.
  • Keine Funktionseinschränkungen: Da die Anwendungsentwickler nicht mit jeder Weiterentwicklung eine Überarbeitung vornehmen müssen, sind die Funktionen der Anwendungen immer auf dem neuesten Stand.
  • Schnellere Innovationen: Wir sind stets am Puls neuester UX-Technologien und bieten UI-Services, die eine umfassende Bandbreite an Kanälen unterstützen – mobile, browserbasierte und Conversational-Interaktionen.

Eine fortschrittlichere Methode für eine herausragende Benutzererfahrung

Wie zuvor dargelegt, entwerfen und programmieren Entwickler Workday mithilfe von XpressO, einer auf Metadaten basierenden Programmiersprache, die in den Transaktionsservices Verwendung findet. Sehen wir uns das genauer an.

Transaktionsservices reagieren auf Anfragen, indem sie Daten und Metadaten bereitstellen. Anschließend wählen die UI-Services anhand der Metadaten des Transaktionsservice das passende Layout für das Client-Zielgerät – z. B. Laptop, Tablet oder Mobilgerät. So wird sichergestellt, dass die Benutzeroberfläche ideal auf die Technologie und den Formfaktor des Zielgeräts abgestimmt ist. Wir verwenden auch Widgets auf JavaScript-Basis, um bestimmte Daten anzuzeigen und die Benutzererfahrung weiter zu verbessern.

Durch diese Architektur können XpressO-Entwickler die Entwicklung von der Benutzeroberfläche getrennt halten. Währenddessen widmen sich die Entwickler von Workday JavaScript und UI-Services den UI-Komponenten sowie gemeinsam genutzten Services der UI-Plattform. Auf diese Weise konnte Workday die Benutzeroberfläche mit der Zeit grundlegend modernisieren und dabei eine durchgängig einheitliche Benutzererfahrung für alle Anwendungen beibehalten – ganz ohne eine komplette Überarbeitung der Anwendungslogik. Und die Workday-Architektur passt sich auch im Zuge neuer UI-Frameworks und -Technologien weiterhin kontinuierlich an.

Die UI-Funktionen auf unserem interaktiven Stadtplan

Im Stadtplan der Architektur ist der Bezirk der UI-Services eingezeichnet, der viele Services enthält.

Architektur

Abb. 2-4 UI-Services auf dem Stadtplan

Der UI-Server skaliert, erweitert und verwaltet die Services.

Der UI-Kernservice, der UI-Server verarbeitet alle anwendergenerierten Anfragen und bildet die Grundlage der Workday-Architektur. Im Zuge der Weiterentwicklung der Workday-Anwendungen und der Nachfrage unserer Kunden- und Entwickler-Communities nach einem noch offeneren Workday-System haben wir Services hinzugefügt, die verschiedene Inhaltstypen erweitern, skalieren und verwalten können.

Der ursprüngliche UI-Server bleibt bestehen und unterstützt den Traffic-Hauptanteil, allerdings haben wir seine Architektur hinsichtlich Skalierbarkeit und Performance modernisiert. Dies umfasst die Einbindung einer zunehmenden Anzahl von Hilfsservices mit einer speziellen Aufgabe, wie der Durchführung von Hintergrundprozessen, dem Mandantenmanagement, der Fehlerüberwachung, der Protokollierung und dem Sitzungsmanagement.

Zusätzlich zum zentralen UI-Server bietet Workday nun visuelle Präsentationsservices an, unterstützt durch das Canvas-Designsystem, vorkonfigurierte UI-Komponenten, SDKs, Workday Everywhere, Medieninhalte sowie Conversational-UIs.

Wir behandeln einige dieser Themen in Sachen Benutzererfahrung in Kapitel 4 ausführlicher. In Kapitel 6 stellen wir die Integrationsservices von Workday vor.

Transaktionsservices – Geschäftslogik in Echtzeit

Den Kern der Workday-Architektur – und den Mittelpunkt des Stadtplans – stellen die Transaktionsservices dar, die auch als Object Management Services (OMS) bezeichnet werden. Diese bilden einen Cluster von Services, der als In-Memory-Datenspeicher agiert und die Geschäftslogik für alle Workday-Applikationen enthält.

Inzwischen ist der OMS-Cluster in Java implementiert und HTTP-Anfragen werden von Apache bearbeitet. Die OMS dienen als Runtime-Umgebung für XpressO. Reporting- und Analysefunktionen von Workday werden über den Analyseservice bereitgestellt, der eng mit den OMS zusammenarbeitet und so direkt auf Workday-Geschäftsobjekte zugreifen kann. Zusätzlich verfügt jeder Mandant über einen Object Transaction Service (OTS), der für die Verarbeitung von Anfragen aus anwenderseitigen Aktionen, z. B. Aufgaben, verantwortlich ist. Der OTS verwendet eine In-Memory-Darstellung der Mandantendaten und führt die erforderliche Anfragelogik aus.

Architektur

Abb. 2-5 Object Management Services (OMS) auf dem Stadtplan

Diese Architektur sorgt dafür, dass Transaktionen und Analysen stets von ein und derselben Datenquelle ausgehen und durch ein Sicherheitsmodell geregelt werden. Dabei wird die Datenkluft endgültig überbrückt, die häufig in älteren Implementierungen zu finden ist, bei denen die Synchronisierung der Transaktions- und Analysedaten auf ETL-Prozessen basiert.

Workday ist eine In-Memory-Anwendung, die die Kerndaten der Kunden seit jeher im Speicherbereich unseres Java-basierten Transaktionsservicess hält.

Allerdings wurde eine verbesserte Skalierbarkeit erforderlich, als der Funktionsumfang zunahm und die Zahl unserer Kunden wuchs. Mit der Zeit stiegen die Skalierbarkeitsanforderungen und als Reaktion darauf haben wir unsere Architektur von einem reinen Transaktionsservice zu einem OMS-Cluster weiterentwickelt, das aus Transaktions-, Datenmanagement- und Computing-Services besteht. Diese Weiterentwicklung nutzt die Vorteile der In-Memory-Datenservices, die für die Steuerung der Anwendungsdaten unerlässlich geworden sind.

In der Anfangsphase verwendete Workday zur Verwaltung der Geschäftsdaten und zur Dokumentenablage lediglich eine SQL-Datenbank. Als das Dokumentenvolumen wuchs, integrierten wir einen dedizierten NoSQL-Dokumentenspeicher, um Performance und Skalierbarkeit zu optimieren. Auf unsere Persistenzservices werden wir später in diesem Kapitel ausführlicher eingehen.

Wenn eine Aufgabenanfrage in Workday eingeht, wird sie an die Klasse im Objektmodell übergeben, die weiß, wie die Aktualisierung verarbeitet werden soll. Dann werden geeignete Methoden aufgerufen, die die Validierungen der aktualisierten Daten verarbeiten. Bei einer erfolgreichen Validierung werden die Aktualisierungen zu In-Memory-Daten gemacht, die dann über die Persistenzservices in der SQL-Datenbank erfasst werden. Die Anwendung muss eine Bestätigung von der SQL-Datenbank-Aktualisierung erhalten, damit die neuen Werte der In-Memory-Daten in den anderen Transaktionen aller aktiven Mandanten-Computing-Services sichtbar werden und die Integrität der Daten jederzeit sichergestellt ist. Die Datenbank ist die alleinige Datenquelle für alle Anwendungsdaten, auch wenn sie selten für Berichte und Abfragen in Anspruch genommen wird, da diese ressourcenintensiven Aktivitäten sehr effizient in den In-Memory-Daten durchgeführt werden können.

Mit der steigenden Zahl der Anwender, die von größeren Kundenorganisationen zu Workday gebracht wurden, stieg die Auslastung des OTS. Deshalb haben wir dann den Object Reporting Service (ORS) eingeführt, der schreibgeschützte Transaktionen übernimmt und für eine bessere Lastverteilung sorgt.

Diese Services gehören zu den Analyseservices von Workday, fungieren zudem als In-Memory-Datenbanken und laden alle Daten beim Start. Wir haben darüber hinaus einen Zwischenspeicher (Cache) eingeführt, der einen effizienten Datenzugriff für OTS und ORS ermöglicht und durch die Auslagerung der Indizierungs- und Suchfunktionen vom OTS in den Cache weitere Leistungsoptimierungen erzielt. Wir haben den ORS optimiert, um weitere Aufgaben zu ermöglichen – darunter Entgeltabrechnungen und Aufgaben, die im Workday-Job-Framework ausgeführt werden. Wir haben auch die Query- und Suchfunktionen vom Cache in unabhängige Services ausgelagert, wodurch der Transaktionsserver und ORS jetzt direkt über HTTP mit diesen Funktionen kooperieren können.

Die in den OMS-Servern ausgeführten Transaktionen haben zudem den Effekt, dass Updates über den Apache-Kafka-Message-Bus zur Abfrage und Suche geleitet werden. Durch diese Updates sind die Index- und Suchdaten stets aktuell. Abfrage und Suche nutzen die MySQL-Datenbank, um Snapshots dieser Transaktion zu speichern.

Die Suchfunktion ist ein wesentliches Element in Workday. Unser globales Suchfenster ist die beste Möglichkeit, um systemweit auf alle Daten zuzugreifen. In Kombination mit den Eingabeaufforderungen, mit denen rasch nach Informationen in umfangreichen Datasets gesucht werden kann, verdeutlicht dies den Stellenwert einer leistungsstarken und effizienten Suchfunktion.

Die unterschiedlichen Workday-Anwendungen stellen jedoch jeweils eigene Herausforderungen bei der Suche dar. Bei der Personalbeschaffung muss man beispielsweise häufig sehr viele Kandidaten sichten – hier ist eine Sortierung nach Relevanz ausschlaggebend. Zur Erfüllung dieser Anforderungen und zur Aufrechterhaltung einer optimalen Performance trotz stetig wachsender Datasets haben wir einen neuen Suchservice eingeführt, der auf Elasticsearch und Machine Learning basiert. Dieser intelligente Service enthält einen KI-gestützten Abfrageanalysator, der Ihre Suchanfragen und Daten auswertet, um passgenaue und hochrelevante Ergebnisse zu liefern, die dann exakt auf Ihre spezifischen Anforderungen abgestimmt sind.

Die OMS werden stetig weiterentwickelt und erweitert, um den wachsenden Anforderungen neuer Kunden mit großen Personalzahlen gerecht zu werden. Das Schöne an dieser Architektur ist, dass dieser Weiterentwicklung nahtlos und ohne Auswirkung auf die Anwendungen und Kunden durchgeführt werden kann.

Persistenzservices halten den Informationsfluss aufrecht

Der nächste Bezirk sind die Persistenzservices, die den Anwendungszugriff auf Daten steuern, bei denen es auf Persistenz und Dauerhaftigkeit ankommt. Innerhalb der Workday-Architektur gibt es mehrere Services, die Persistenz unterstützen. Die für die Transaktionsdaten verwendete MySQL-Datenbank war der erste Persistenzservice, den man in die Workday-Architektur eingebunden hatte. Unstrukturierte Daten (z. B. Lebensläufe, Geschäftsprozessdokumente und Fotos) werden in einem NoSQL-Datenspeicher aufbewahrt. Das Workday-System bietet seinen Kunden außerdem die Möglichkeit, umfangreiche externe Datasets über einen Hadoop-Service (HDFS) in unsere Cloud hochzuladen. Workday hat sich aufgrund der Flexibilität bei der Aufnahme großer Datenmengen jeglicher Form für HDFS entschieden. Mit HDFS als Komponente unserer Persistenzservices unterstützen wir externe Daten, die mit den Daten aus den Workday-Anwendungen zusammenhängen. Dies führt zu wertvollen Erkenntnissen, exzellenten Analysen und Reporting-Funktionen.

In den Public Cloud-Deployments kommen außerdem diverse Cloud-Speicher-Tools zur Anwendung:

  • Amazon S3 für AWS-Implementierungen und Medieninhalte
  • Google Cloud Storage für Google Cloud-Implementierungen
  • Spark für Workday Prism Analytics

Das Persistenzkonzept von Workday bietet mehrere Vorteile:

Dauerhafte Updates: Wir nutzen ein vereinfachtes Schema zum Speichern von Transaktionsdaten. So müssen wir nicht für all unsere Kunden Schemaänderungen managen, wenn wir neue Funktionen herausbringen und wöchentliche Upgrades vornehmen.

Schnelles Laden von Daten: Mit dem schemafreien Hadoop-Konzept können Kunden ihre Daten leichter in unsere Cloud laden.

Flexibilität in der Architektur: Indem wir eine zu enge Bindung an spezifische Speicherstandards (wie SQL) vermeiden, können wir für jeden Bedarf die ideale Speichertechnologie verwenden – beispielsweise Amazon Aurora für AWS-Deployments und Google Cloud SQL für Google Cloud-Deployments.

Zukunftssichere Datenarchitektur: Indem wir uns nicht auf einen Standard festlegen, behalten wir die Freiheit, zu neuen Speichertechnologien zu wechseln, ohne Auswirkungen auf Kunden oder Anwendungsentwickler – ein Konzept, das der Branchenvisionär für objektorientiertes Design, Martin Fowler, als „polyglotte Persistenze“ bezeichnet. Mit Innovationen auf dem Gebiet der Speichertechnologien auf Rekordniveau bietet dieser Architekturansatz einen beachtlichen Mehrwert für Workday und unsere Kunden.

Architektur

Abb. 2-6 Persistenzservices auf dem Stadtplan

Persistenzservices unterstützen die Speicherung multipler Rich-Data-Typen.

Workday nutzt mehrere primäre Persistenzservices, die jeweils speziell auf den Datentyp und die entsprechenden Verarbeitungsanforderungen zugeschnitten sind. Hier sind einige häufige Anwendungsfälle:

  • Die Geschäftsdaten werden in einer SQL-Datenbank gespeichert, was Operations in der Mandantenverwaltung wie Datensicherung, Notfallwiederherstellung, das Mandantenkopien und eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung ermöglicht.
  • Dokumente werden in einer NoSQL-Datenbank gespeichert, die einen verteilten Dokumentenspeicher mit Disaster Recovery enthält. Ein Dokumentenspeicher-Gateway verbindet die NoSQL-Datenbank mit anderen Workday-Systemen, sorgt für eine Verschlüsselung auf Mandantenebene und verbindet Dokumente mit Geschäftsdaten.
  • Mit HDFS und Spark werden große Datendateien, die vom Kunden hochgeladen werden, in HDFS, Amazon S3 oder Google Cloud Storage gespeichert und vor Ort verarbeitet, statt sie zu den Rechenressourcen auslagern zu müssen.

Die Architektur von Workday umfasst zudem eine Reihe von Data Enrichment Services, die verschiedene Quellen nutzen. Zum Beispiel:

  • GeoTag bietet Geolokalisierungsservices, wie die Zuordnung von Postleitzahlen zu Adressen.
  • Bei Gladly können Adressen der ganzen Welt vorgeschlagen und automatisch vervollständigt werden.
  • IP-Lookup bestimmt den geografischen Standort anhand von IP-Adressen.

GeoTag, Gladly und IP-Lookup nutzen von Drittanbietern lizenzierte Datensätze zur Unterstützung der Workday-Anwendungen.

Andere Persistenzservices in Workday unterstützen wichtige Geschäftsprozesse.

  • Performance-Statistiken, die in einer eigenen HDFS-Installation und getrennt vom Big-Data-Speicher verwaltet werden, basieren auf HDFS-Diagnoseprotokolldateien und werden in Elasticsearch hinterlegt.
  • Der Integrationssupervisor managt die Warteschlange der Integrationen in einer MySQL-Datenbank.
  • Workday Worksheets speichert von Anwendern erstellte Kalkulationstabellen in einer MySQL-Datenbank.
  • UI-Services greifen in einem In-Memory-Cache von Redis auf gemeinsame Sitzungsdaten zu. Die OMS arbeiten ebenfalls mit einem Redis-Cache, um Anwendersitzungen zu managen und Aktivitäten auf Mandantenebene zu koordinieren.
  • Medieninhalte (z. B. Videos) für Produkte wie Workday Learning sowie Benchmarking-Daten werden in Amazon S3 gespeichert.

Sehen wir uns den Stadtplan noch einmal an und machen uns auf den Weg in den Analyse-Bezirk.

Workday: Daten in aktionsfähige Erkenntnisse transformieren

Architektur

Abb. 2-7 Analysen auf dem Stadtplan

Im nächsten Schritt werden wir den Analyse-Bezirk erkunden. Für die meisten Unternehmen ist die Verwendung von Analysen ein wesentlicher Baustein, um sich anzupassen und mittels Tempo und Skalierbarkeit weiter zu wachsen. Von den IT-Führungskräften wird erwartet, dass sie aktionsfähige Daten und Erkenntnisse zur Verfügung stellen, die datengestützte Entscheidungen beim Unternehmenswachstum ermöglichen. Daraus ergeben sich diverse anspruchsvolle Problemstellungen.

Zum Beispiel:

  • Es werden größere Mengen an Daten erzeugt und erfasst.
  • Isolierte Datenbereiche entstehen, die schwer zugänglich und sich kaum mit anderen Softwarelösungen verbinden lassen.
  • Eine Flicken-Architektur beeinflusst Datenqualität und Vertrauen in die Daten negativ.
  • Es entstehen Analyseressourcen und manuelle Prozesse, die nicht skalierbar sind.
  • Datensicherheit und –verwaltung sind komplex und uneinheitlich.

Wenn es um HCM- und Finanzdaten geht, müssen die relevanten Informationen zeitgerecht, lückenlos und ohne Verzögerungen oder Widersprüche genau jene Personen erreichen, für die sie bestimmt sind. Unternehmen sehen sich verstärkt genötigt, ihre Geschäftsprozessdaten strategisch einzusetzen – zur Steigerung der Anpassungsfähigkeit, zur Bewältigung sich schnell ändernder Kundenanforderungen und zur Entwicklung neuer Innovationen mittels generativer KI.

Die Architekturprinzipien von Workday machen es möglich, dass sich Unternehmen diesen Herausforderungen stellen können, indem sie:

  • Eine unternehmensweite Single Source of Truth schaffen, die die Datenkonsistenz durch Interoperabilität und über Drittanbieteranwendungen gewährleistet
  • Sich für eine offene, cloudnative Lösung entscheiden, bei denen ein durchgängiges Sicherheits- und Governance-Framework die Kontrolle über zentrale Daten gewährleistet
  • Für eine echte Datendemokratisierung mit Integrität sorgen, indem Daten genau dort verfügbar gemacht werden, wo Analysen und Berichte ausgeführt und Entscheidungen gefällt werden

Zentrale Vorteile der Workday-Analyseservices für die Kunden

Die Workday-Analyseservices sowie die Entscheidungen bezüglich der Architektur verschaffen dem Kunden folgende Vorteile. Er kann:

Seine Lösungen auf dem Fundament einer sauberen, vertrauenswürdigen und sicheren Datenbasis entwickeln

Analysen an den Typ der Organisation und deren Prozesse anpassen

Externe Datenquellen in Workday integrieren

Self-Service-Analysen nutzen, damit sich die IT auf strategische Aufgaben konzentrieren kann

Regulatorische Vorgaben proaktiv umsetzen

Gefahren im Bereich Sicherheit und Datenschutz reduzieren

Mit der grundlegenden Plattformarchitektur von Workday und unserer intelligenten Datenbasis können Kunden vertrauenswürdige Personal- und Finanzdaten im gesamten Unternehmen vereinheitlichen, schützen und demokratisieren.

Die intelligente Datenbasis in Workday

Mithilfe der intelligenten Datenbasis, der einheitlichen Analyse-Engine und der Datenzugriffsschicht können Kunden von Workday auf all ihre Daten in Workday zugreifen: auf Planungsdaten, Budgets und Prognosen, Finanz- und Mitarbeitertransaktionen, Daten aus Drittanbieter-Systemen oder auf öffentliche Quellen wie Zensusdaten. Die Engine der Workday-Analyseservices verarbeitet und transformiert Daten aus sämtlichen Quellen und liefert Transaktions-, Betriebs- und Planungsdaten genau dann, wenn sie benötigt werden – bei fortlaufender Synchronisierung im Hintergrund.

Die intelligente Datenbasis importiert operative Daten in großem Umfang und verbindet diese durch eine patentierte Lens-Technologie mit dem Workday-Objektdatendiagramm, was eine fortlaufende Datenverwaltung ermöglicht und so stets aktuelle Informationen garantiert. Die Workday OMS dienen dabei als Steuerzentrale, die kontinuierlich Datenbeziehungen verwaltet, Datenobjekte intelligent verknüpft, Datenherkunft und zeitliche Veränderungen dokumentiert und die Realität jederzeit präzise auf der Basis aktueller Daten abbildet.

Workday war von Anfang an eine offene Umgebung. Ihre Daten fließen nach Bedarf zurück in Ihre Data Lakes oder Warehouses und lassen sich in Workday mit externen Datenquellen kombinieren und erweitern. So bewältigt Workday die größten IT-Herausforderungen in Sachen Flexibilität und trägt dazu bei, die gewünschten Unternehmensergebnisse zu erreichen. Sobald HR-, Finanz-, Beschaffungs- und Entgeltabrechnungsdaten nicht mehr in Silos verarbeitet werden, können Sie Datenströme kombinieren, Ihre Geschäftsprozesse verbessern und bessere strategische Entscheidungen treffen. Darüber hinaus profitieren Sie von einem einheitlichen System, das Datenzusammenhänge versteht und mit dem Sie sowohl den Personalbestand als auch Ihre finanzielle Prognose planen können – im Interesse einer optimalen Vorbereitung auf das kommende Quartal bzw. Jahr. Sie können nicht nur Ihre Geschäftsprozesse individuell gestalten, sondern auch die Performance Ihrer Organisation in Echtzeit auswerten.

Visualisieren Sie eine Zukunft, in der Ihre Technologie als Wachstumsmotor fungiert – nicht als Hindernis. Mit direkt verfügbaren Echtzeitdaten können Sie Herausforderungen frühzeitig erkennen, Potenziale optimal ausschöpfen und der Zukunft souverän und positiv entgegensehen.

Integration und Erweiterung Ihres Daten-Ökosystems mit Workday.

Die Wahl des richtigen Ansatzes zur Verwaltung Ihrer Daten kann eine komplexe Aufgabe sein. Sollten Sie alle Daten in Workday importieren oder weiterhin Ihren bestehenden Data Lake nutzen? Die gute Nachricht ist, dass Workday die Flexibilität bietet, Ihre aktuelle Daten-Strategie zu ergänzen.

Integration: Workday lässt sich nahtlos in Ihren bereits bestehenden Data Lake und Ihre Business Intelligence-Tools integrieren. So behalten Sie Ihre aktuelle Infrastruktur bei und profitieren gleichzeitig von den leistungsstarken Workday-Funktionen.

Konsolidierung: Alternativ dient Workday Prism Analytics als zentraler Daten-Hub, in dem Ihre Personal- und Finanzdaten zusammenfließen. Dies vereinfacht Ihre Technologielandschaft, reduziert den manuellen Aufwand und gibt Ihren Teams mehr Möglichkeiten zum Selfservice.

Schlussendlich entscheiden Ihre spezifischen Anforderungen und die Art der Datennutzung in Ihrer Organisation darüber, welches Konzept sich am besten eignet. Zu berücksichtigende Schlüsselfaktoren sind:

  • Wie Anwender auf Analyse-Erkenntnisse zugreifen und mit diesen arbeiten
  • Speicherort Ihrer Daten und Zugriffsverfahren
  • Zeitpunkt und die Häufigkeit des Datenbedarfs
  • Die Geschäftsprozesse, die Sie mit Daten unterstützen wollen

Da Analysen und Aktionen in einem zentralen System stattfinden, ist Workday Prism Analytics das optimale Tool, um Erkenntnisse unternehmensweit zu teilen und Analysen nahtlos in Ihre HR- und Finanzprozesse einzubinden. Außerdem können die Mitarbeiter leichter auf die Informationen zugreifen, da sie bereits Zugriff auf Workday haben – eine Lösung, mit der sie vertraut sind und die sie regelmäßig nutzen. Die meisten Ihrer HR- oder Finanz-Daten sind bereits in Workday vorhanden, so dass es nicht notwendig ist, sie zu verschieben und damit möglicherweise die Sicherheit der Daten zu gefährden.

Business Intelligence-Lösungen, die für die Verwendung mit Data Warehouses oder Data Lakes konzipiert sind, eignen sich bestens zur Verteilung von Einblicken an die Führungskräfte des gesamten Unternehmens, nicht nur an jene in den Personal- und Finanzabteilungen. Besonders geeignet sind sie für bereichsübergreifende Analysen, bei denen die Daten Ihrer HR- und Finanzabteilungen zwar wichtige, aber nicht die einzigen Bestandteile des Gesamtbildes sind. Der Grund hierfür ist möglicherweise, dass die Daten dieser anderen Funktionen bereits im Data Warehouse oder Data Lake gespeichert sind. So können Business-Intelligence-Lösungen mit Zugriff auf diese Datenquellen den Managern der obersten Führungsebene sowie anderen Mitarbeitern mit operativen Schlüsselfunktionen ein herausragendes Anwendererlebnis bieten.

Wenn man das „Wer“, „Was“, „Wo“ und „Warum“ betrachtet, wird deutlich, dass sich die Strategien der Abteilungen und des Unternehmens für Business Intelligence ergänzen und dass Workday Prism Analytics das Ökosystem bereichert.

Workday Prism Analytics
Data Warehouse/Lake + BI-Tools
Bestens geeignet für:
  • Die Schaffung einer einheitlichen Datenquelle für HR- und Finanzdaten, die
  • Workday-Daten + externen Kontext kombiniert
  • Nützliche Erkenntnisse, die in die tägliche Arbeit mit Workday einfließen
  • Die Einrichtung eines unternehmensweiten Daten-Repository für alle Geschäftsbereiche
  • Übergreifende Erkenntnisse für alle Geschäftsbereiche – nicht nur für HR und Finanzen
Wer
  • Mitarbeiter
  • Manager
  • Führungskräfte
  • HR- und Finanzanalysten
  • C-Level-Führungskräfte
  • IT
  • Vertrieb
  • Marketing
Was
  • Manager-Dashboards
  • Startseite Mitarbeiter
  • HR/FINS-Ad-hoc-Analyse
  • Operatives Reporting
  • Quartals-/Jahresvergleichs-Trend-Dashboards
  • Executive-Sammel-KPIs
  • Funktionsübergreifende Berichte und Analysen
Warum

Mitarbeiter:

  • Nahtlos in den Workday-Arbeitsfluss integrierte Analysen
  • Kontextbezogene Inline-Entscheidungen und schnellere datengestützte Aktionen
  • Vereinfachter Zugriff auf Erkenntnisse über ein vertrautes System

Administratoren:

  • Vertrauliche Daten sind in Workday stets geschützt
  • Ein einheitliches Sicherheitsmodell, das stets synchron ist, ohne dass mehrere Sicherheitsmodelle neu erstellt oder verwaltet werden müssen
  • Ein noch unabhängigeres Arbeiten für HR und Finanzen ohne IT-Abhängigkeit
Herausragende Experience für C-Level-Führungskräfte und operative Schlüsselfunktionen
Eigentum und Governance
HR und Finanzen
IT
Workday Prism Analytics
Data Warehouse/ Lake + BI-Tools
Bestens geeignet für:
Bestens geeignet für:
  • Die Schaffung einer einheitlichen Datenquelle für HR- und Finanzdaten, die
  • Workday-Daten + externen Kontext kombiniert
  • Nützliche Erkenntnisse, die in die tägliche Arbeit mit Workday einfließen
  • Die Einrichtung eines unternehmensweiten Daten-Repository für alle Geschäftsbereiche
  • Übergreifende Erkenntnisse für alle Geschäftsbereiche – nicht nur für HR und Finanzen
Wer
Wer
  • Mitarbeiter
  • Manager
  • Führungskräfte
  • HR- und Finanzanalysten
  • C-Level-Führungskräfte
  • IT
  • Vertrieb
  • Marketing
Was
Was
  • Manager-Dashboards
  • Startseite Mitarbeiter
  • HR/FINS-Ad-hoc-Analyse
  • Operatives Reporting
  • Quartals-/Jahresvergleichs-Trend-Dashboards
  • Executive-Sammel-KPIs
  • Funktionsübergreifende Berichte und Analysen
Warum
Warum

Mitarbeiter:

  • Nahtlos in den Workday-Arbeitsfluss integrierte Analysen
  • Kontextbezogene Inline-Entscheidungen und schnellere datengestützte Aktionen
  • Vereinfachter Zugriff auf Erkenntnisse über ein vertrautes System

Administratoren:

  • Vertrauliche Daten sind in Workday stets geschützt
  • Ein einheitliches Sicherheitsmodell, das stets synchron ist, ohne dass mehrere Sicherheitsmodelle neu erstellt oder verwaltet werden müssen
  • Ein noch unabhängigeres Arbeiten für HR und Finanzen ohne IT-Abhängigkeit
  • Herausragende Experience für C-Level-Führungskräfte und operative Schlüsselfunktionen
Eigentum und Governance
Eigentum und Governance
HR und Finanzen
IT

Abb. 2-8 Workday Prism Analytics und Reporting tragen zum Daten-Ökosystem bei.

Workday Prism Analytics in Verbindung mit externen Datenquellen

Mithilfe der Workday-Analyseservices konnten Berichte und Analysen zu den Workday-Transaktionsdaten schon immer in Echtzeit erstellt werden. Mit der Einführung von Workday Prism Analytics im Jahr 2017 wurden diese Funktionen erweitert. Kunden können nun große Mengen an operativen Daten, Daten aus Drittanbieter-Anwendungen und historischen Daten aus Altsystemen für die Analyse in Workday integrieren.

Workday Prism Analytics dient als zentraler Daten-Hub für HR-, Finanz- und Drittanbieter-Daten und stellt Business-Nutzern damit noch präzisere und stärker kontextbezogene Details zur Verfügung. Mit Workday Prism Analytics können Kunden auf einfache Weise externe Daten importieren, managen und transformieren und dann mit ihren Workday-Daten zusammenführen, um umfassendere Berichte zu ermöglichen.

Mithilfe von Workday Prism Analytics können die HR- und Finanzabteilung per Selfservice Daten aus anderen Quellen in Workday importieren – das verbessert die Entscheidungsfindung im Rahmen ihrer gewohnten Workday-Nutzung. Die Kombination aus Workday Prism Analytics und den nativen Reporting- und Analysefunktionen in Workday bietet HR und Finanzen umfangreiche, sichere Möglichkeiten zum End-to-End-Reporting in ihrem Stammdatensystem. Workday Prism Analytics lässt sich auch nahtlos in bestehende Datenstrategien und -Tools integrieren. Dadurch kann die IT-Abteilung Daten leichter und sicher an HR- und Finanzteams übermitteln und vertrauenswürdige, zusammengefasste HR- und Finanzdaten für andere Daten-Tools – auch für Anwendungen außerhalb von HR und Finanzen – bereitstellen.

Mit Workday Prism Analytics lassen sich große Datenmengen schnell und effizient analysieren. Dies wird möglich durch den Einsatz von Hadoop – einer Technologie, die für die Verarbeitung enormer Datasets konzipiert wurde. Workday Prism Analytics garantiert eine effiziente Datenverarbeitung durch die Verwendung von Hadoop YARN (Yet Another Resource Negotiator) für das Ressourcenmanagement und HDFS (Hadoop Distributed File System) zur Speicherung von Daten. Workday Prism Analytics arbeitet ebenfalls mit Spark – für blitzschnelle Abfragen und eine optimale Datenaufbereitung. Durch die Verwendung des spaltenorientierten Parquet-Speicherformats steigert Spark die Leistungsfähigkeit bei analytischen Abfragen.

Workday Prism Analytics wurde nicht konzipiert, um das Enterprise Data Warehouse oder den Corporate Data Lake eines Unternehmens zu ersetzen. Stattdessen können HR- und Finanzabteilungen damit ihre eigenen Anwendungsfälle managen, ohne auf IT-Ressourcen warten zu müssen. Es dient als zentraler Daten-Hub für HR oder Finanzen, der Analysen und Berichte ermöglicht. Im Idealfall verbleiben die von Workday Prism Analytics veröffentlichten Daten in Workday und werden mithilfe von Discovery Boards und Berichten angezeigt. Ausgewählte Daten können auch nahtlos in Visualisierungslösungen wie PowerBI, Tableau, Qlik Sense und Looker übernommen werden.

Mit Workday Prism Analytics profitiert die IT von folgenden Vorteilen:

Weniger Sicherheits- und Datenschutzrisiken, indem gewährleistet wird, dass alle HR- und Finanzdaten durchgängig dem vertrauenswürdigen Workday-Sicherheitsmodell mit vollständiger Datenabfolge unterliegen

IT-Fachkräfte können sich auf strategische Aufgaben konzentrieren, da HR und Finanzen aus der IT-Anfrageliste herausgenommen werden – durch unternehmensfreundliche Datenmanagementlösungen, die direkt in das Stammdatensystem integriert sind

Zuverlässige und qualitativ hochwertige Daten in Unternehmensdaten-Tools, da nur äußerst relevante und genau aggregierte HR- und Finanzdaten für Ihre Analysestrategie bereitgestellt werden – über eine einheitliche Quelle für vertrauenswürdige HR- und Finanzdaten

Verbindung der Datenstrategie mit dem Unternehmensmehrwert, indem granulare Daten kontextualisiert und aktionsfähig gemacht werden, in Prozesse integriert und über speziell entwickelte Reporting- und Erweiterungs-Tools verfügbar gemacht werden

Workday Prism Analytics generiert Mehrwert, wenn es in die bestehende Umgebung des Kunden integriert wird, indem es:

  • Daten aus externen Systemen über vorkonfigurierte Konnektoren für führende Plattformen wie Snowflake und Salesforce oder mittels Standardmethoden wie SFTP, CSV-Dateien oder APIs integriert
  • Datentypen zum Datenimport in Workday Prism Analytics automatisch erkennt – für eine intelligente Datenverarbeitung in Workday
  • Daten nach der Zusammenführung und Umwandlung mit Workday-Berichten extrahiert, um die Datensicherheit zu wahren und Daten ausschließlich in der Workday-Umgebung zu behalten
  • Daten durch die Workday-Abfragesprache in externe Systeme exportiert

Workday Prism Analytics umfasst außerdem eine Planungsfunktion zum Managen der geladenen Daten. Mit dieser Funktion können externe Daten den Workday-Transaktionsdaten basierend auf der Auswahl zugeordnet und als Datenquelle in den Datenkatalog geladen werden, wo sie ad hoc oder nach Zeitplan aktualisiert werden können.

Abb. 2-9 Workday Prism Analytics generiert Erkenntnisse aus einer Single Source of Truth.

Workday Core Reporting und Analytics: der volle Mehrwert Ihrer Mitarbeiterdaten

Workday Human Capital Management (HCM) stellt Ihnen leistungsstarke, integrierte Reporting- und Analyse-Tools zur Verfügung, auf deren Basis Sie datengestützten Entscheidungen treffen können. Diese Lösungen bieten Selfservice-Zugriff auf Echtzeitdaten und sorgen für Sicherheit, sodass Ihr Team Informationen umfassend untersuchen, analysieren und visualisieren kann – über Funktionen wie Dashboards, Berichte und interaktive Arbeitsblätter.

Discovery Boards sind der Schlüssel, um sichere, skalierbare Selfservice-Ad-hoc-Analysefunktionen unternehmensweit zugänglich zu machen. Statt auf die Erkenntnisse anderer Teams zu warten, können Manager und Geschäftspartner Datenvisualisierungen erstellen und mit intuitiven Drag-and-Drop-Funktionen auf jeden für sie relevanten Bereich zugreifen. Kunden von Workday Prism Analytics können neben Workday-Transaktionsdaten auch ihre kombinierten Datenquellen aus Workday und anderen Systemen in Discovery Boards analysieren.

Mit dem Report Writer können Kunden im Handumdrehen Berichte erstellen, indem sie die umfangreiche Workday-Bibliothek mit über 5.000 vorgefertigten, konfigurierbaren Berichten nutzen. Die Anzahl der verfügbaren Berichte ist zwar beachtlich, der eigentliche Mehrwert liegt jedoch in der Qualität, der Konfigurierbarkeit und der Fähigkeit, unterschiedliche Berichtsanforderungen zu erfüllen, darunter Composite-, Matrix- und Trend-Berichte. Anwender können mit Diagramm- und Filterfunktionen mehrdimensionale Daten-Drilldowns durchführen und dann direkt aus dem Bericht heraus Aktionen durchführen. Sie können zum Beispiel auf eine Zahl klicken und die zugrunde liegenden Details ansehen sowie diese Daten nach mehreren Dimensionen aufschlüsseln und unterteilen.

Dashboards erleichtern Managern die Überwachung der Unternehmens-Performance und von relevanten Themen wie Veränderungen im Personalstand, die Planung des Personalplans in der Pipeline, die Zeit bis zur Besetzung offener Stellen und die Performance nach Einstellungsquelle. Mit über 120 vorgefertigten, konfigurierbaren Dashboards erhalten Führungskräfte schnell die Transparenz, die sie benötigen.

Arbeitsblätter bieten eine sichere Möglichkeit für das Teilen von Daten für Ad-hoc-Analysen und die Zusammenarbeit in einer intuitiven Excel-ähnlichen Umgebung.

Mit einem mobilen Zugang können Mitarbeitende Berichte und Dashboards bequem auf ihren mobilen Endgeräten einsehen.

Die Erweiterbarkeit im gesamten Workday-Ökosystem ermöglicht es Ihnen, Berichte und Dashboards in Geschäftsprozesse, Pläne in Workday Adaptive Planning und benutzerdefinierte Anwendungen zu integrieren, die mit Workday Extend erstellt wurden.

Embedded workday reports

Abb. 2-10 Eingebundene Workday-Berichte und -Dashboards

Mit Workday People Analytics erhalten Sie wertvolle Einblicke in Ihre Belegschaft.

Mit integrierten KI-Funktionen bietet Workday People Analytics eine vorkonfigurierte Selfservice-Anwendung für Analysen, die große Datenmengen zügig durchsucht und automatisch aussagekräftige Einblicke, Trends und Chancen Personalbereich ermittelt. Mehr als 70 vordefinierten Kennzahlen und KPIs, über 23 Geschäftsfragen und mehr als 43 Visualisierungen – alle verfügen über integrierte Sicherheit, Datenintegrität und Compliance, für die das konsistente Sicherheitsmodell in Workday sorgt.

Workday People Analytics verfügt über eine hoch entwickelte Analyse-Engine für Personaldaten, die sie mithilfe unserer KI der nächsten Generation – Workday Illuminate™ – betreibt. Augmented Analytics automatisiert die Generierung von Erkenntnissen für ein vielfältiges Arbeitskräftespektrum durch:

Musteranalysen zur Aufdeckung signifikanter Veränderungen, die für das menschliche Auge nicht sofort erkennbar sind

Graphverarbeitung zur Identifizierung von Verbindungen in umfangreichen Datasets

KI zur Priorisierung der wichtigsten Herausforderungen

KI-gestützte Sprachgenerierung für eine transparente und direkte Kommunikation der Abläufe

Über Augmented Analytics können Business-Nutzer die für manuelle Datenexploration aufgewendete Zeit verkürzen, sodass sie Einsichten gewinnen können, die anderweitig nur schwer erkennbar gewesen wären.

Business Manager und Führungskräfte können selbstständig die wichtigsten Erkenntnisse einsehen und daraus Maßnahmen ableiten, die rasche und fundierte Entscheidungen ermöglichen und zeitnahe Ergebnisse liefern.

Die Workday Storyteller Engine ist eine Augmented-Analytics-Engine, die Millionen von Datenkombinationen durchsucht und Verbindungen zwischen diesen Kombinationen herstellt. Sie deckt die wichtigsten Ergebnisse in einer Story-Form auf. Hier sind einige ihrer Funktionen aufgeführt:

  • Fokussierte Erkenntnisse
  • Mustererkennung
  • Graphverarbeitung
  • Machine Learning
  • Generierung natürlicher Sprache
Workday people analytics contextual insights

Abb. 2-11 Workday People Analytics bietet kontextbezogene Einblicke

Abb. 2-12 Workday Illuminate und das Storyteller-Modul

Komplettlösungen im Workday Marketplace sind auf spezifische geschäftliche Operations zugeschnitten.

Die Lösungspakete von Workday wurden entwickelt, um neue Markttrends, branchenspezifische Anforderungen, prozessübergreifende Orchestrierung und einzigartige regionale Anforderungen zu erfüllen, die über unsere Standardproduktangebote hinausgehen. Diese Lösungen enthalten Inhalte, Konfigurationen und Vorlagen, die die Kunden im Rahmen eines Workday- oder Partner-Serviceauftrags unkompliziert einsetzen können. Im Workday Marketplace finden Sie beispielsweise folgende Lösungen:

  • Verwaltung von Mitarbeiterdokumenten, die das Erstellen und Speichern von Mitarbeiterdokumenten automatisiert
  • Interview-Zeitplanung, die deren Planungsprozess optimiert
  • Spesen-Reporting, das die Übermittlung und Genehmigung von Spesen vereinfacht
  • Kompetenzmanagement, mit dem Unternehmen Mitarbeiterkompetenzen effektiver erkennen und verwalten können
  • Performance-Feedback für reibungsloses kontinuierliches Feedback und Performance-Bewertungen

Analyseservices nutzen die OMS für eine höhere Skalierbarkeit.

Analytics Services arbeiten eng mit den OMS zusammen, um direkt auf die Workday-Objekte zuzugreifen. Wenn Berichte interaktiv mit Benutzereingabe oder im Hintergrund ausgeführt werden, geschieht dies in derselben OMS-JVM wie bei allen Online-Anfragen. Je mehr Daten beim Reporting verarbeitet werden, desto höher ist der Verbrauch an OMS-Ressourcen.

Zur Bewältigung des erhöhten Berichtverarbeitungsvolumens hat Workday einen speziellen schreibgeschützten Service (ORS) eingeführt. Der ORS ist ein aktueller „Schattenservice“ des Transaktionsservice, in dem Updates durchgeführt werden. Der Reporting-Service ist so konzipiert, dass er mitwächst, wenn Workday zusätzliche Reporting-Server zur Bewältigung der Berichtverarbeitung für unsere Konzernkunden bereitstellt.

Reporting-Server übernehmen die Verarbeitung der Berichte, die als Hintergrundprozesse ablaufen. Auf einem Reporting-Server erfolgen keine Aktualisierungen. Auf Mandantenebene kann man mit Workday-Operations festlegen, ob Hintergrundberichte in den OMS oder auf einem speziellen Reporting-Server zu verarbeiten sind. Basierend auf dieser Einstellung leitet der Enterprise Service Bus (ESB) Hintergrundberichte zur Verarbeitung weiter. Die Reporting-Server bleiben mit den OMS synchron und nutzen stets aktuelle Daten, um eine konstante Übereinstimmung zwischen Transaktions- und Analysedaten sicherzustellen.

Auch der Anwenderzugriff auf den Big-Data-Speicher in HDFS wird von Workday Prism Analytics gemanagt. Anwender laden Daten über einen Abrufservice in den Speicher, die dann anschließend durch Daten aus dem Transaktionsservice ergänzt werden. Dank des regelmäßigen Datenzuflusses aus dem Transaktionsservice ist der Big-Data-Speicher immer auf dem neuesten Stand.

Workday Prism Analytics überzeugt durch erstklassige Performance und Resilienz.

Workday Prism Analytics wurde für eine Skalierbarkeit und Performance entwickelt, auf die Sie sich verlassen können.

Kunden

Monatlich aktive Benutzer

Monatlich verarbeitete Datenzeilen

Kunden

Monatliche Ausführungen

Monatlich aktive Benutzer

Workday hat darüber hinaus beträchtliche Investitionen in die Performance und Resilienz seines Analyseangebots vorgenommen. Durch erhöhte Parallelität (Threads pro Berichtslauf, verteilte Operations), verbesserte Index- und Caching-Funktion, optimierte BI-Runtimes, Serialisierung und Methodenbindungen bleiben Analyse- und Reporting-Prozesse weiterhin leistungsstark und können gemeinsam mit Ihrer Organisation wachsen. Dadurch konnten Kunden bereits eindrucksvolle Ergebnisse erzielen. Beispiele:

  • Eine Verringerung des Zeitaufwands für Drilldowns zu Matrix-, Trend- und Composite-Berichten um 55 Prozent
  • Verbesserungen für Berichte, die mehr als 1.000 Ergebnisse zurückgeben, wie z.B.:
  • Eine Verbesserung der Performance von interaktiven, erweiterten Berichten um 30 % bis 50 %
  • Eine Verbesserung der Performance von erweiterten Berichten für Datenquellen aus Workday Prism Analytics um mehr als 60 %

Die Workday-Plattform setzt Innovationen und Konfigurierbarkeit ein, die die sich ständig verändernden Geschäftsabläufe unterstützen, ohne Disruptionen, zusätzliche Kosten oder Risiken zu verursachen. Sie bietet die Grundlage für schnelle und skalierbare Innovationen, die von Workday, seinen Kunden und Partnern entwickelt werden, und fördert so ein Ökosystem zur Erstellung und Verbreitung einzigartiger Anwendungen. Die Plattform basiert auf einer vertrauenswürdigen technologischen Grundlage, die außergewöhnlich stabil, sicher und zuverlässig ist.

Operations mit DevOps und agilen Methoden

Operations sind der nächste Bezirk, den wir in unserer Tour erkunden werden. Bei Workday kommen DevOps und agile Methoden zum Einsatz. Zudem wurde eine Unternehmenskultur geschaffen, bei der Entwicklungsteams über den gesamten Lebenszyklus hinweg Produkt- und Funktionsverantwortung tragen. Im Zuge der Erweiterung unserer Produkte und Kundenstamms verbessern wir kontinuierlich unsere Rechenzentrums- und Public Cloud-Infrastruktur. Die Rechenzentrumsinfrastruktur ist ein zentraler Teil der Entwicklung und DevOps-Projekte sind Bestandteil eines jeden neuen Workday-Updates.

Eine Technologie, die das Konzept „Konfiguration als Code“ umfasst, trägt zunehmend dazu bei, dass unsere Public Cloud wie jede andere Softwareressource behandelt werden kann. Durch laufende Investitionen steigern wir die Automatisierung und Intelligenz unserer Infrastrukturservices sowie die Virtualisierung der Computing- und Netzwerkservices. So können wir die Infrastrukturressourcen für unseren wachsenden Kundenstamm effizient zuweisen und freigeben. Wir erreichen dies, während wir Performance-, Verfügbarkeits- und Sicherheitsvorfälle antizipieren und ihnen vorbeugen.

Die Operations-Teams von Workday verwenden erstklassige DevOps-Lösungen, die Kennzahlen, Ereignisprotokolle, Zustandsdaten und Performance-Informationen in der gesamten Workday-Umgebung erfassen. Diese Informationen sorgen in unserem Netzwerk-Operations-Center mittels Dashboards und Alerts für transparente Operations in Echtzeit. Die Technologie ermöglicht automatische Skalierung und Selbstheilung für Services im gesamten Workday-Ökosystem und reagiert dynamisch auf veränderte Bedarfssituationen sowie überlastete Services. Datensätze werden gespeichert, während langfristige Performance-Trends analysiert werden, um Produktverbesserungen zu unterstützen.

Architektur

Abb. 2-13 Operations-Services auf dem Stadtplan

Die Monitoring-Plattform gewährleistet eine kontinuierliche Kontrolle der Operations.

Damit Workday für sämtliche Kunden reibungslos funktioniert, überwacht unser Operations-Team fortwährend den Status unserer Services. Das Team arbeitet mit einer auf Prometheus und Grafana aufbauenden Monitoring-Plattform – zwei der führenden Open-Source-Lösungen. Unsere Plattform für das Monitoring und die Analyse von Kennzahlen bewältigt umfangreiche Anforderungen und gewährt Echtzeit-Einblicke in die Performance aller Workday-Services. Das Operations-Team erhält zusätzlich Alerts über BigPanda – einem SaaS-Anbieter, der Benachrichtigungen aus unseren Monitoring-Systemen bündelt.

Von jedem einzelnen Service werden Zustandskennzahlen über Prometheus ausgegeben und über einen RabbitMQ-Message-Bus an das Back-End gesendet, das die Kennzahlen verarbeitet. Von dort aus werden die Kennzahlen dann Grafana übertragen und das Framework wird über BigPanda benachrichtigt.

BigPanda verbindet und gruppiert zusammenhängende Alerts zu logischen Vorfällen, sodass kritische Probleme von den Workday-Operations effizienter erkannt, analysiert und gelöst werden können. Zusätzlich bietet BigPanda die Möglichkeit, dass Teams ihre eigene benutzerdefinierte Umgebung einrichten – beispielsweise eine Gruppe zusammengehöriger Vorfälle – und sich so auf besonders kritische Vorfälle in ihrem Verantwortungsbereich konzentrieren.

Die erhobenen Kennzahlen und Protokolle gewähren wertvolle Einblicke in den Zustand der Workday-Services, Workload-Trends und in sich abzeichnende Risiken. Damit können wir Probleme beheben, bevor daraus größere Service-Unterbrechungen werden. Zur Behebung stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: Service-Neustart, Service-Migration, Service-Skalierung oder Drosselung durch Platzierung der Workload in Warteschlangen mit geringerer Priorität.

Lückenlose Protokollierung und kontinuierliches Monitoring zur Sicherstellung der Verfügbarkeit.

Wie bereits erwähnt, werden Diagnoseprotokolle über einen Apache-Kafka-Message-Bus erfasst und in Elasticsearch gespeichert. Dort können sie über Kibana abgefragt werden. Kafka sammelt zusätzlich Performance-Statistiken, die in HDFS gespeichert und mithilfe von Apache Hive, Apache Zeppelin sowie diverse andere Datenanalyse-Tools abgefragt werden.

Neben den Services für kontinuierliches Monitoring, für Ereignisse, Alerts und Diagnosen kontrollieren Workday-Operations mehrere automatisierte Systeme, die Workday-Services unterstützen, einschließlich:

  • Workday-spezifische Konfigurationsmanagementsysteme
  • Service Discovery auf der Basis von Spring Cloud ZooKeeper, einem Service, über den Services Endpunkte veröffentlichen und andere Services erkennen können – ein wesentlicher Aspekt einer servicebasierten Architektur
  • Ein Schlüsselmanagementsystem (Key Management System, KMS), das die Verschlüsselung von Datenverkehr und inaktiven Daten unterstützt
  • Der Mandanten-Supervisor, der die Zustandsinformationen aus den Services sammelt und Verfügbarkeitskennzahlen auf Mandantenbasis meldet

Insgesamt prüft und implementiert Workday fortlaufend führende Lösungen, um Ausfallzeiten auf ein Minimum zu reduzieren und die rigorosesten SLA-Standards (Service-Level-Agreement) der Branche einzuhalten.

Kunden-Deployment-Tools und -Prozesse

Der nächste Halt unserer Stadtführung ist der Bezirk für kundenspezifische Deployment-Lösungen. Workday-Deployments erfordern sehr große Datasets, sodass die Implementierung, Migration oder Integration in einen Workday-Mandanten zu einer anspruchsvollen Aufgabe werden kann. Die vorhandenen Daten aus Legacy-Systemen sind unter Umständen fragmentiert, nicht zusammenhängend oder in diversen Strukturformen gespeichert. Diese Form der Datennutzung ist arbeitsintensiv, damit gewährleistet ist, dass saubere, gültige und korrekt formatierte Daten bereitstehen. Mit einer breiten Palette an Lösungen können Kunden Daten so migrieren, dass sie ein optimiertes, leistungsfähiges Produktions-Deployment erhalten. Folgende Lösungen bieten eine nützliche Unterstützung für neue sowie bestehende Kunden, die ihr Deployment um weitere Workday-Produkte erweitern wollen:

  • Mit dem Cross-Tenant-Datenmigrationstool lassen sich komplexe Konfigurationen nahtlos zwischen verschiedenen Mandantenumgebungen migrieren.
  • Das Cross-Tenant-Tool für Massendatenmigration ermöglicht die Übertragung von Mandanten-Datasets zwischen Produktions-Mandanten
  • Der Daten-Editor konvertiert Kundendaten, bereinigt und validiert sie, um ihre Verwendbarkeit im neuen Mandanten zu gewährleisten
  • Der Daten-Loader überträgt die Kundendaten in den Mandanten

Architektur

Abb. 2-14 Deployment und Adoption auf dem Stadtplan

Tool für mehr Produktivität in Workday

Als letzten Bezirk in diesem Kapitel betrachten wir Workday-Produktivitäts-Tools, die spezifische oder alternative Methoden für die Interaktion mit Workday anbieten. Dazu gehören Gesprächsinteraktionen, Spreadsheets und Ordner zur Dokumentenverwaltung. Viele Services in diesem Bereich werden in der gesamten Bandbreite der Workday-Produkte eingesetzt.

Verschiedene Lösungen – darunter Workday Assistant und Conversational-UI – werden in Kapitel 4 ausführlicher vorgestellt.

  • Bei der Inhaltsgenerierung zahlreiche Quellen für die Anzeige in der gesamten Workday-UI bewertet, formatiert und geprüft.
  • UI-APIs für die Zusammenarbeit stellen Verbindungen bereit, die Web-Clients in allen Kooperationsservices nutzen können.
  • Die Conversational-UI ermöglicht den Austausch zwischen den Anwendern sowie die Kommunikation mit dem Workday Assistant direkt in der Workday-Umgebung.
  • Mit dem Dokumentenmanagement können Benutzer ihre Dokumente in der gesamten Workday-Plattform suchen, organisieren und mit anderen teilen.
  • Mit Kampagnen erhalten Sie Tools zur effizienten Verteilung von Inhalten über verschiedene Gruppen in der Workday-Plattform.
  • Natural Workspaces stellt auf der kompletten Workday-Plattform Conversational-Clients bereit.
  • In der Belegschaftsplanung werden Zeitpläne auf der Grundlage der Mitarbeiterverfügbarkeit, des Personalbedarfs und bevorzugter Planungsoptionen erstellt.

Architektur für Public und Private Clouds

Für den Kunden erscheint die Workday-Anwendung auf der gesamten Plattform einheitlich, jedoch unterscheidet sich die zugrunde liegende Architektur zwischen Private und Public Cloud in einigen entscheidenden Bereichen.

Die Private Cloud-Plattform ist auf zwei Kernschichten verteilt: Anwendungs- und Persistenzservices. Die Schicht der Anwendungsservices enthält alles, was für den Betrieb der Runtime-Umgebung der Plattform erforderlich ist. Sie setzt sich aus dem OMS-System, Workday Extend, dem Elastic-Grid und weiteren Kernservices zusammen, die in diesem Kapitel näher beschrieben werden. In Verbindung mit der Schicht der Persistenzservices, die alle Datenspeicher (einschließlich Datenbanken, Medienspeicher und Suchservices) steuert, sorgen diese beiden Schichten der Workday-Architektur dafür, dass Services für Tausende von Anwendern bereitgestellt werden können.

Aber das ist noch nicht alles – die Workday-Plattform in der Public-Cloud stellt langfristig gesehen für die Entwicklung der Plattform eine völlig neue Dimension dar. Darüber hinaus verfügt die Public Cloud-Plattform über eine Plattformservice-Schicht mit zahlreichen Lösungen für einen erheblich dynamischeren Plattformbetrieb: beispielsweise Kubernetes für das Service-Management, Istio für die Kommunikation zwischen Microservices, Argo und Jenkins zur Deployment-Orchestrierung sowie weitere Tools für Monitoring, Analytik und Selbstdiagnose.

Die Schicht der Plattformservices liefert eine noch robustere und agilere Plattformstruktur. Sie ermöglicht Upgrades nahezu ohne Ausfallzeiten, da ein Standard-Update isoliert und parallel zur aktuell laufenden Version entwickelt werden kann. Nachdem die neue Version installiert und getestet wurde, vollzieht die Plattform automatisch den Wechsel zu dieser. Im Private Cloud-Bereich muss die aktive Version der Anwendung zunächst deaktiviert und die neue Version im selben Runtime-Bereich neu implementiert werden, bevor die Plattform nach Installation und Testen der Updates wieder aktiviert wird. Maßgeblich hierfür ist die von Public Cloud-Anbietern angebotene dynamische Skalierbarkeit – Workday hat anbieterspezifische Tools implementiert, um diese Dynamik effektiv zu erschließen.

Es ist zwar wichtig, alle Berichte und geplanten Aufgaben zu blockieren, die während des Wechsels von der alten zur neuen Version auftreten könnten, dennoch können Endanwender während des gesamten Prozesses unterbrechungsfrei auf der Plattform weiterarbeiten.

Tools wie Prometheus, Cortex, Grafana und Fluent Bit ermöglichen ein Monitoring der Servicekapazität und -auslastung, Ressourcenkosten sowie die Kontrolle des Servicezustands. Mit diesen Tools agiert die Plattform proaktiv im Service-Management und bietet u. a. folgende Funktionen: dynamische Skalierung (bei Nachfrageschwankungen), automatische Fehlerbehebung (Austausch überlasteter oder defekter Services zur Vermeidung von Kettenreaktionen bei Ausfällen) und eine intelligente Priorisierung von Transaktionen (für optimierte Operations bei servicebedingten Engpässen). Auf diese Weise ist ein dynamischeres, effizienteres und noch stabileres Deployment gewährleistet.

Abb. 2-15 Workday auf Public Cloud-Plattformen

Public Cloud-Deployments nutzen darüber hinaus die Skalierbarkeit des Cloud-Anbieternetzwerks für ein ausfallsichereres Deployment, da die Anwendungsservices auf verschiedene Rechenzentren verteilt werden. Während ein bestimmter Mandant in einer spezifischen Cloud-Region existiert, nutzen drei Standorte gemeinsame Anwendungsservices und Netzwerkressourcen. Mit einem Backup-/Failover-Standort nutzen alle denselben persistenten Speicher. Dadurch wird sichergestellt, dass beim Ausfall eines bestimmten Mandanten oder Rechenzentrums ein schneller Wiederaufbau mit minimaler Ausfallzeit oder minimalem Datenverlust durchgeführt werden kann.

Das folgende Kapitel widmet sich unseren kontinuierlichen Innovationen der Architektur und zeigt, wie KI – insbesondere unsere Workday Illuminate-Services – die Benutzererfahrung erweitert, beschleunigt und bereichert.

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